Fangen und Freilassen richtig: So behandelst du den Fisch mit Respekt

Mit Verantwortung angeln – so gelingt Catch and Release richtig
Freizeit
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5 min
Immer mehr Anglerinnen und Angler setzen auf das Prinzip „Fangen und Freilassen“. Doch nur wer den Fisch schonend behandelt, handelt wirklich im Sinne des Tierschutzes. Erfahre hier, wie du beim Angeln respektvoll und verantwortungsbewusst vorgehst – für mehr Freude am Fischen und ein gutes Gewissen.
Martin Hoffmann
Martin
Hoffmann

Fangen und Freilassen richtig: So behandelst du den Fisch mit Respekt

Mit Verantwortung angeln – so gelingt Catch and Release richtig
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Immer mehr Anglerinnen und Angler setzen auf das Prinzip „Fangen und Freilassen“. Doch nur wer den Fisch schonend behandelt, handelt wirklich im Sinne des Tierschutzes. Erfahre hier, wie du beim Angeln respektvoll und verantwortungsbewusst vorgehst – für mehr Freude am Fischen und ein gutes Gewissen.
Martin Hoffmann
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Hoffmann

Für viele Anglerinnen und Angler geht es beim Fischen nicht nur um den Fang selbst, sondern um das Erlebnis – die Ruhe am Wasser, die Spannung beim Biss und die Freude, in der Natur zu sein. Immer mehr entscheiden sich deshalb für das Prinzip Catch and Release, also das Fangen und anschließende Freilassen des Fisches. Damit das sinnvoll ist, muss der Fisch jedoch so behandelt werden, dass er die beste Chance hat, zu überleben. Hier erfährst du, wie du das mit Respekt und Verantwortung tust.

Warum Catch and Release?

Catch and Release ist besonders bei Sportfischern beliebt, die Fischbestände schonen und nachhaltiger angeln möchten. Es kann helfen, empfindliche Arten zu schützen oder einfach Ausdruck dafür sein, dass man des Angelns wegen fischt – nicht wegen des Fleisches.

Doch Catch and Release ist nur dann ethisch vertretbar, wenn es richtig durchgeführt wird. Ein falsch behandelter Fisch kann durch Stress, Sauerstoffmangel oder Verletzungen Schaden nehmen – auch wenn er scheinbar munter davonschwimmt. Wissen und Achtsamkeit sind daher entscheidend.

Vorbereitung: An den Fisch denken, bevor du auswirfst

Ein respektvoller Umgang beginnt schon vor dem ersten Wurf. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du Stress und Verletzungen für den Fisch deutlich verringern.

  • Verwende widerhakenlose Haken – sie lassen sich leichter lösen und verursachen weniger Verletzungen.
  • Halte eine Zange oder einen Hakenlöser bereit – so kannst du den Fisch schnell und sicher abhaken.
  • Nutze ein weiches, knotenloses Netz – es schützt die Schleimschicht des Fisches, die ihn vor Infektionen bewahrt.
  • Befeuchte deine Hände, bevor du den Fisch berührst – trockene Hände können Schuppen und Schleimhaut beschädigen.

Je besser du vorbereitet bist, desto kürzer dauert die Handhabung – und desto größer ist die Überlebenschance des Fisches.

Während des Drills: Schonung geht vor

Wenn der Fisch beißt, steigt der Puls – doch bleib ruhig. Ein zu langer Drill kann den Fisch stark erschöpfen, besonders bei warmem Wasser, wenn der Sauerstoffgehalt niedrig ist.

  • Wähle passendes Gerät – zu leichtes Tackle verlängert den Kampf unnötig.
  • Halte den Fisch so viel wie möglich im Wasser, auch beim Abhaken.
  • Vermeide festes Zupacken – stütze den Fisch sanft unter dem Bauch und hinter der Schwanzwurzel.

Wenn du ein Foto machen möchtest, bereite alles vorher vor. Hebe den Fisch nur kurz aus dem Wasser, mache das Bild und setze ihn sofort wieder zurück.

Abhaken und Freilassen

Das Abhaken ist der kritischste Moment. Hier zählt Ruhe und Effizienz.

  1. Halte den Fisch, wenn möglich, im Wasser.
  2. Löse den Haken vorsichtig mit einer Zange.
  3. Wenn der Haken tief sitzt, schneide die Schnur lieber ab, anstatt zu reißen.

Zum Freilassen halte den Fisch mit dem Kopf gegen die Strömung. Bewege ihn sanft vor und zurück, damit Wasser durch die Kiemen strömt. Lass ihn erst los, wenn er von selbst kräftig schwimmt.

Temperatur und Jahreszeit beachten

Die Überlebenschancen hängen stark von der Wassertemperatur ab. Im Sommer ist das Wasser oft warm und sauerstoffarm – Fische geraten dann schneller in Stress. Vermeide daher Catch and Release an sehr heißen Tagen, besonders bei empfindlichen Arten wie Forelle oder Äsche.

Im Winter sind Fische zwar robuster, doch achte darauf, sie nicht auf Eis oder Schnee zu legen – das kann Kiemen und Haut schädigen.

Eine Frage des Respekts

Catch and Release ist letztlich eine Frage der Haltung. Wer Fische mit Respekt behandelt, zeigt Verantwortung für Natur und Tierwelt. Es geht nicht nur um Technik, sondern um Bewusstsein: Ein guter Angler weiß, dass das Erlebnis nicht weniger wert ist, wenn der Fisch weiterleben darf.

Freude am Fischen – mit gutem Gewissen

Catch and Release richtig zu beherrschen, braucht Übung, aber es lohnt sich. Du erlebst Spannung, Natur und Ruhe – und hinterlässt das Gewässer so, wie du es vorgefunden hast.

Also denk beim nächsten Angelausflug daran: Der schönste Fang ist der, den du mit gutem Gewissen wieder schwimmen lässt.